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1971 in Berlin geboren, erhielt Stefan Schulz seinen ersten Unterricht auf dem Horn bei Prof. Kurt Palm, wechselte später zur Posaune und studierte bei Harald Winkler und Prof. Joachim Mittelacher in Berlin. Weitere Studien führten unter anderem zu Charles G. Vernon nach Chicago.
Von 1993 bis 2002 war Stefan Schulz Bassposaunist in der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim. Von 1996 bis 2002 spielte er zudem im Bayreuther Festspielorchester.
Seit 2002 ist Stefan Schulz Mitglied der Berliner Philharmoniker.
Bereits mit dem Berufsstart begann auch sein pädagogisches Engagement; zunächst
als Mentor an der Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin sowie als Lehrbeauftragter
an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Von 2000 bis 2004 unterrichtete
Stefan Schulz zudem als Gastprofessor an der Hochschule für Musik „Hanns
Eisler“ in Berlin. Als Lehrer gab er unter anderem Meisterkurse in Japan,
Taiwan, Venezuela, Spanien, Schweiz, Schweden, Italien, an der Juilliard School
in New York sowie an der „Franz Liszt Universität in Budapest. Zum Sommersemester
2004 wurde Stefan Schulz als Professor an die Universität
der Künste Berlin berufen, im folgenden Jahr zudem zum Professor h.c.
der Universität in Shanghai ernannt. Als Solist musizierte Stefan Schulz
u.a. mit dem Ensemble Madrid-Berlin, den Brandenburger Symphonikern, dem Staatsorchester
Wiesbaden und dem Philharmonia Wien. Auch als Kammermusikpartner gefragt,
ist er festes Mitglied verschiedener Kammermusikgruppen, darunter das Blechbläser-ensemble
der Berliner Philharmoniker, dem Daniel Schnyder Trio und den Solisten
der Berliner Philharmonikern. Regelmäßig spielt er als Gast im Ensemble
German Brass. Auf
der Suche nach neuem Repertoire für sein Instrument legt Stefan Schulz einen
Schwerpunkt auf zeitgenössische Musik. In dem Schweizer Komponisten und Saxophonisten
Daniel Schnyder
hat er einen kongenialen künstlerischen Partner gefunden. Neben verschiedenen
gemeinsamen kammermusikalischen Projekten, wie „Worlds
beyond“ oder „Around the World“ ist Schnyders virtuoses Bassposaunenkonzert
„subZERO“
eines der Kernstücke im Repertoire von Stefan Schulz. Er spielte die Erstaufführung
dieses Konzertes in Deutschland, Spanien, Schweden und der Schweiz. Im September
2008 wird Stefan Schulz Schnyders Werk 'roTor' für Bassposaune und Orchester
mit dem New Yorker ‚Absolute Ensemble’ unter Leitung von Kristjan Järvi
beim Bremer Musikfest aufführen. Eine Konzertsuite für Bassposaune und
Orchester, die Daniel Schnyder für Stefan Schulz geschrieben hat, wurde im
Dezember 2008 mit Micheal Sanderling uraufgeführt. Eine Einspielung des Werkes
ist für das Frühjahr 2009 mit dem Rundfunk Sinfonie-Orchesters Berlin ge-plant.
Die Uraufführung eines ebenfalls Stefan Schulz gewidmeten Konzertes von Poul
Ruders ist für den Juni 2009 mit der Aarhus Sinfonietta vorgesehen. Eine
erste Solo-CD wird 09/10 beim schwedischen Label BIS erscheinen.
Stand: Februar 2009